Leser-Resonanz-Analysen

Die Leser-Resonanz-Analyse ist eine methodisch offenere Form der Leserbefragung und auf die Erreichbarkeit einer bestimmten Personengruppe aus einer Stichpobe und deren Ausschöpfung nicht festgelegt. Weil die Leser-Resonanz-Analyse auf face-to-face- oder Telefoninterviews verzichtet, ist sie nicht nur kostengünstiger, sondern auch methodisch eher unproblematisch. Statt der hohen Ausschöp­fung einer Stichprobe hat sie einen möglichst hohen Rücklauf aus der gesamten Leserschaft als Ziel. Leseradressen sind nicht erforderlich. Repräsentativ ist die Leser-Resonanz-Analyse nicht, aber bei hohen Teilnehmerzahlen führt sie zu ebenfalls belastbaren Befunden, bei einem kleineren Teilnehmerkreis zumindest zur Kernleserschaft. Bewährt hat sich ein Abdruck des Fragebogens in der Zeitschrift gekoppelt mit einer parallelen Online-Befragung. Der Fragebogen im Heft macht auf die Befragung in der Regel erst aufmerksam und vermittelt schnell, worum es geht. Daraufhin können die Leser entscheiden, ob sie lieber diese Printversion ausfüllen oder dem angegebenen Link zur Online-Version folgen.

Die Leser-Resonanz-Analyse wird vor allem mit Schwerpunkt auf das redaktio­nel­le Marketing eingesetzt. Abgefragt werden dann verstärkt die redaktionelle Qualität – inhaltlich und in der Anmutung, Gliederung und Aufbau, Layout und Bebilderung, die Lesbarkeit der Beiträge. Die Fragen müssen nicht nur gezielt auf die jeweilige Publikation hin entwickelt werden. Sie müssen auch eindeutig sein, ihre Antworten operationalisierbar und eine Gesamtdramaturgie ergeben, die eine Beteiligung fördert. Die Resonanz lässt sich zumeist durch einen zusätzli­chen Anreiz fördern: als Incentive oder Gewinnauslosung. Gelingt es, hierfür Werbepartner zu integrieren, dann wird ein doppelt positiver Effekt erzielt, nicht zuletzt auf der Kostenseite!